Ein Mercedes-Benz eSprinter parkt an einer Ladesäule während des Ladevorgangs

Fragen und Antworten zur Lithium-Ionen-Batterie der elektrischen Mercedes-Benz Vans.

Wer mit dem Kauf eines eSprinter oder eines eVito liebäugelt, hat meist einige Fragen im Gepäck – vor allem zur Lithium-Ionen-Batterie. Die fünf grundlegendsten Fragen beantworten wir hier.

Der Energielieferant im Boden.

Die wichtigste Komponente eines jeden Elektrofahrzeugs befindet sich weder unter der Motorhaube noch im Cockpit. Ohne die Batterie im Fahrzeugboden bewegen sich eSprinter und eVito keinen Zentimeter. Sie bildet die Basis für den Antriebsstrang jedes elektrischen Vans. Und auch wenn sie sich in ihrer Funktionsweise kaum unterscheiden: Die Anforderungen, die an die Batterie eines Elektrofahrzeugs gestellt werden, sind um einiges höher als bei einem Bohrmaschinen- oder Smartphone-Akku. Nur durch diese enormen Leistungskapazitäten konnte Elektromobilität überhaupt zu einer Verbrenner-Alternative reifen. Was gilt es als Endkunde also zu wissen über diesen Hochleistungsenergielieferanten? Hier die Fakten.

1. Wie funktioniert die Batterie eines Elektrofahrzeugs?

Die Batterie eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs ist eine Ansammlung von Batteriezellen, die in mehreren Batteriemodulen zusammengefasst sind. Diese Batteriezellen sorgen dafür, dass chemische in elektrische Energie umgewandelt wird. Im Grunde passiert hier nichts anderes als bei haushaltsüblichen Batterien: Im Inneren jeder einzelnen Batteriezelle befinden sich zwei Elektroden – Anode und Kathode genannt – in einem leitenden Medium. Ein Separator trennt die Zelle in der Mitte und verhindert dadurch einen Kurzschluss. Der Elektronenüberschuss an der Anode führt zur Bewegung der Elektronen durch Kabel zur Kathode. Das Ergebnis: Es fließt Strom. In unserem Fall durch den Induktionsmotor des Fahrzeuges. Wurden alle Elektronen der Lithium-Ionen-Batterie vom Motor genutzt, ist der elektrische „Tank“ leer. Am anderen Pol der Batteriezelle angekommen, müssen die Elektronen nämlich wieder an ihren Ursprungspunkt, den Gegenpol, zurückgelangen. Dafür sorgt der beim Laden zugeführte Strom.

2. Welche Faktoren bestimmen Reichweite und Ladedauer?

Fahrverhalten, Straßenverhältnisse, Außentemperatur – viele Faktoren beeinflussen die Reichweite eines Elektrofahrzeugs. Und gerade durch die Optimierung des eigenen Fahrverhalten lässt sich der ein oder andere zusätzliche Kilometer rausholen. Die erste Geige in Sachen Reichweite spielt aber natürlich die Batteriegröße. Eine größere Batterie verspricht mehr Reichweite, erhöht gleichzeitig aber das Fahrzeuggewicht. Langfristig kann eine größere Batterie auch eine deutlich höhere Lebensdauer erreichen als eine kleinere. Der Grund: Durch ihre Größe wird die Batterie in Sachen Kapazität und Leistungsentnahme schonender genutzt als das kleinere Pendant. Zum Thema Ladedauer sei in diesem Zusammenhang gesagt: Die hängt in erster Linie von der Batteriegröße und der genutzten Ladestation ab. Je kleiner die Batterie, desto schneller lädt sie in der Regel.

3. Welche Lebenserwartung hat eine Batterie?

Lithium-Ionen-Batterien unterliegen einem Alterungsprozess, der für viele technologische Produkte unvermeidbar ist. Hierbei spielt auch das tatsächliche Alter der Batterie eine Rolle. Außerdem können extrem hohe oder niedrige Außentemperaturen zu einem leichten Rückgang der Kapazität beitragen. Andererseits hängt die langfristige Kapazität einer Hochvolt-Batterie auch von der Anzahl der Ladezyklen ab. Sorgen über die Batterie sind bei eSprinter und eVito trotzdem fehl am Platz. Sechs Jahre lang und bei einer Laufleistung von 100.000 km beim eVito bzw. 160.000 km beim eSprinter garantiert Mercedes-Benz eine Batteriekapazität von mindestens 70%.

4. Wie wird eine Batterie entsorgt?

Mercedes-Benz und seine Partner arbeiten unermüdlich an bestehenden und neuen Wegen der Batterieentsorgung. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Wiederverwendung der einzelnen Bestandteile und Rohstoffe. Verschiedene chemische und mechanische Prozesse ermöglichen eine Trennung der gebrauchten Batteriezellen in ihre Einzelteile. Diese lassen sich anschließend nach kurzer Aufbereitung in neuen Batteriezellen wiederverwenden. Die Hochvolt-Batterie des eVito beispielsweise landet also nicht auf dem Schrottplatz, sondern wird Bestandteil zukünftiger Batterien. Alternativ können wertvolle Stoffe wie seltene Metalle aus den ausrangierten Batterien zurückgewonnen und wiederverwendet werden. Eine zweite Chance für gebrauchte Fahrzeugbatterien bieten nachhaltige Konzepte wie etwa die Nutzung als Energiespeicher.

5. Ist ein Van mit Batterie gefährlich?

Sicherheit steht für Mercedes-Benz bei Elektro- wie bei Verbrennungsmotoren an erster Stelle. Um die faszinierende Technologie hinter der Lithium-Ionen-Batterie noch sicherer zu gestalten, sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen integraler Bestandteil von eVito und eSprinter. Der aufprallsichere Rahmen schützt Batterie, Stromleitungen und weitere Bauteile vor Schäden bei einem Unfall. In einem solchen Fall erkennt das Fahrzeug die Gefahr umgehend und schaltet jegliche Spannung im System ab. So besteht selbst bei einem schweren Unfall keine zusätzliche Gefahr für Fahrzeuginsassen und Rettungskräfte.

Die Batterie im Fahrzeugboden.

Praktisch wie eh und je: Auch der eVito bietet großzügigen Laderaum.

Laden leicht gemacht.

Mercedes me sorgt für sorgenfreies Laden.

Elegant und effizient – der eSprinter.

Von außen deutet nur das „e“ auf einen elektrischen Sprinter hin.

Fotos:

Daimler Global Media

Mehr Links zum Entdecken:

Das eVan Ökosystem von Mercedes-Benz.

Lorem Ipsum