Alles begann mit einem Fahrgestell, einem Laderaum und einer Idee: Waren schneller, zuverlässiger und flexibler transportieren als je zuvor. Was Carl Benz 1896 mit dem Combinations-Lieferungs-Wagen auf die Straße brachte, war mehr als ein Fahrzeug – es war eine neue, eigene Fahrzeugkategorie. Parallel dazu entwickelte Gottlieb Daimler ebenfalls Nutzfahrzeuge.

130 Jahre später umfasst das Portfolio von Mercedes-Benz Vans vollelektrische Lieferfahrzeuge ebenso wie digitale vernetzte Großraumtransporter. Dazwischen: Generationen von Fahrzeugen, die Branchen geprägt, Logistik verändert und Menschen bei ihrer Arbeit begleitet haben.
Diese Seite erzählt die Mercedes-Benz Geschichte – von den Anfängen im Kaiserreich bis zur neuen Van-Architektur der Gegenwart. Mercedes-Benz Oldtimer- und Youngtimer-Freunde kommen hier ganz auf ihre Kosten.

Die Anfänge: 1896–1945.

Das ausgehende 19. Jahrhundert war geprägt von technischer Aufbruchstimmung. Die Industrialisierung boomte, Städte wuchsen, der Warenverkehr nahm zu. Auf den Straßen dominierten Pferdefuhrwerke, doch erste Automobile tauchten auf – noch exotisch und bestaunt. 1896 stellte Carl Benz den ersten Transporter vor – und leitete damit einen Wandel ein, der die Geschichte der Logistik für immer verändern sollte.

Wiederaufbau und Aufbruch: 1945–1970.

Die Werke zerstört, die Nachfrage trotzdem riesig. 1946 lief die Produktion wieder an – mit einem Pritschenwagen auf Vorkriegsbasis. Was folgte, war die Geschichte eines bemerkenswerten Neuanfangs.

Die direkten Vorfahren: 1970–2000.

Ölkrise, Wiedervereinigung, früher Onlinehandel – die Logistik wandelte sich radikal. Mercedes-Benz hielt Schritt: mit Pkw-Sicherheitstechnik im Transporter und mit konsequent auf den gewerblichen Einsatz ausgerichteten Fahrzeugvarianten.

Der Sprinter – ein Name wird zum Begriff.

1995 erschien der Sprinter. Die Marke stand bald stellvertretend für eine ganze Fahrzeugklasse. 3 Generationen, bis heute mehr als 5 Mio. Fahrzeuge – und kein Ende in Sicht. 

Neugierig auf den heutigen Sprinter? 

Ein neuer Stern am Himmel: die erste Generation (1995–2006).

Als erster Van mit Stern trug er einen Namen statt nüchterner Zahlencodes. Dieser war nicht nur klangvoll, sondern brachte das Fahrzeugkonzept auf den Punkt. Zum Beispiel bei Fahreigenschaften und Komfort. Hier profitierten die Kunden von der damals einzigartigen Kombination aus selbsttragender Karosserie, Einzelradaufhängung vorn, serienmäßigem ABS mit automatischem Bremsdifferenzial. Das war 1995 Sicherheit auf internationalem Premiumniveau. Der erste Direkteinspritz-Dieselmotor in einem Mercedes-Benz Transporter kam ebenfalls mit dem Sprinter. Im Herbst 2003 lief die millionste Einheit vom Band in Düsseldorf. Der Sprinter Prospekt aus dem Jahr 2000 brachte all das auf den Punkt: „Bisher war es fast unmöglich, einen besseren Transporter zu bauen als den Sprinter. Deshalb haben wir es selbst getan.“
Ein Sprinter der ersten Generation, der vor einer Industriehalle geparkt ist

Mehr Raum, mehr Sicherheit, mehr Effizienz: die zweite Generation (2006–2018).

Größeres Laderaumvolumen, frisches Design, serienmäßiges ESP® – die zweite Sprinter Generation legte die Messlatte erneut höher. Intern als NCV3 geführt, bot sie 3 Radstände, 4 Längen, 3 Dachhöhen und Gesamtgewichte von 3 bis 5 Tonnen. Neue CDI-Dieselmotoren mit BlueEFFICIENCY Technologie senkten Verbrauch und Emissionen spürbar. 2016 erweiterte die 5,5-Tonnen-Variante das Einsatzspektrum weiter. Das Branchen- und Aufbauhersteller-Zentrum von Mercedes-Benz Vans sorgte dafür, dass nahezu jeder Kundenwunsch ab Werk erfüllbar war.
Sprinter-Pritschenfahrzeug in einer Windkanal-Testanlage ausgestellt

Vernetzt, elektrisch, immer im Bild: die dritte Generation (ab 2018).

Die dritte Generation kam mit geglätteter Form, aerodynamisch optimiertem Kühlergrill – und einem Quantensprung bei der Konnektivität. Als erster Van von Mercedes-Benz wurde der Sprinter mit dem Multimediasystem MBUX ausgestattet. „Hey Mercedes“ funktionierte nun auch im Ladeverkehr. Dazu kamen Frontantrieb als neue Option, der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC und eine breite Motorenpalette bis 140 kW. 2020 folgte der eSprinter, dessen zweite Generation ab 2023 je nach Batteriegröße auf bis zu 478 Kilometer Reichweite kommt. 2025 lief im Werk Charleston (USA) der fünfmillionste Sprinter vom Band. Es war ein eSprinter.
Ein Mercedes-Benz eSprinter Kastenwagen fährt durch eine moderne Stadtstraße

Vito – Allrounder mit Stern.

Seit 1995 steht der Vito für eine klare Idee: ein Transporter, der gewerbliche Anforderungen mit Fahrkomfort auf Pkw-Niveau verbindet. Lust auf mehr Vito?

Vorderradantrieb, Pkw-Feeling, neues Segment: die erste Generation (1995–2003).

Der Vito von 1995 war der erste Midsize-Van von Mercedes-Benz, der konsequent auf Pkw-Komfort setzte. Serienmäßige Scheibenbremsen rundum, ABS, Fahrer-Airbag, McPherson-Federbeine vorn: Die Sicherheitsausstattung war ebenfalls auf Pkw-Niveau. Mit 1,89 Metern Höhe passte er in nahezu jedes Parkhaus. 1996 folgte die klar privat positionierte V-Klasse als gehobene Variante – mit serienmäßiger Luftfederung und mit Einzelsitzen im Fond, die sich individuell positionieren oder entnehmen ließen. Im gleichen Jahr erschien zudem der Marco Polo als kompaktes Freizeitfahrzeug.
Ein Vito der ersten Generation, der neben einem Fußballplatz geparkt ist, mit Spielern der Mannschaft in der Nähe

Mehr Vielfalt, mehr Charakter – und der Viano: die zweite Generation (2003–2014).

2003 kam der Vito völlig neu konstruiert auf den Markt – diesmal mit Heckantrieb statt Frontantrieb und erstmals mit einer Allradvariante im Segment. 3 Aufbaulängen, 2 Dachhöhen, Motoren bis zum V6: Der neue Vito wuchs sprichwörtlich mit seinen Aufgaben. Parallel positionierte Mercedes-Benz den Viano als gehobene Variante mit besserer Geräuschdämmung, hochwertigen Innenraummaterialien und dem klaren Fokus auf Familien und Shuttle-Dienste. 2010 erhielt die Baureihe eine Modellpflege – und brachte mit dem batterieelektrischen Vito E-CELL einen ersten Ausblick auf die Elektrifizierung des Segments.
Ein gelber Mercedes-Benz Vito, der vor dem Gebäude geparkt ist, während ein Arbeiter Pakete auslädt

Allrounder mit Anspruch: die dritte Generation (ab 2014).

2014 feierte die dritte Generation des Vito Weltpremiere – größer, sicherer, vielseitiger. Bei unverändertem Radstand wuchs die Baureihe 447 um bis zu 130 Millimeter in der Länge und bot damit mehr Platz für Ladegut wie Passagiere gleichermaßen. Als einzige Transporter ihrer Klasse kamen Vito und V-Klasse serienmäßig mit Frontairbags und Gurtwarner – bereits in der Grundausstattung. Einzigartig war auch der serienmäßige Seitenwind-Assistent. 2020 folgte ein umfassendes Update mit der Dieselmotorenfamilie OM654, DISTRONIC und der Luftfederung AIRMATIC.
Vor einem modernen Bürogebäude stehen mehrere Mercedes-Benz Vito.

Elektrisch, leise, alltagstauglich: eVito und EQV (ab 2018).

Mit dem eVito brachte Mercedes-Benz 2018 die Elektromobilität in den Transporter-Alltag. Geräuschlos im Stadtverkehr, bilanziell CO₂-neutral* bei der Zustellung – der eVito zeigte, dass elektrischer Antrieb und gewerbliche Praxistauglichkeit kein Widerspruch sind. 2020 folgte der EQV als vollelektrische V-Klasse für den Personentransport. Beide stehen für den konsequenten Schritt von der Forschung in die Serie – von frühen Versuchen mit dem Vito E-CELL 2010 bis zum ausgereiften Elektroantrieb im regulären Modellprogramm.

 

*Bilanziell CO₂-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder reduzierte CO₂-Emissionen bei Mercedes-Benz durch zertifizierte Ausgleichsprojekte kompensiert werden.

Die Elektrotransporter-Modellpalette von Mercedes-Benz, ausgestellt in einer futuristischen Lagerhalle mit beleuchteten Ladestationen

V-Klasse – Mehr Raum fürs Reisen (ab 1996).

Die privat positionierte V-Klasse erscheint 1996 als konsequente Weiterentwicklung der Baureihe 638 – gleiche Basis wie der Vito, aber mit einem anderen Anspruch: Großraumlimousine statt Transporter, Einzelsitze statt Ladefläche, Luftfederung statt Stahlfedern.

Bis zu 7 Erwachsene mit Gepäck finden Platz, die Fondsitze lassen sich individuell positionieren oder ganz herausnehmen. 1996 folgt bereits der kompakte Marco Polo – die V-Klasse als Freizeitfahrzeug.

Mit der dritten Generation 2014 (Baureihe 447) schärft Mercedes-Benz das Profil weiter. Stoßfänger in Wagenfarbe, Multibeam-LED-Scheinwerfer, AMG-Line.

Mercedes-Benz V-Klasse Personentransporter in einem hellen, modernen Innenraum mit Oberlichtern

Die Geschichte geht weiter: die Zukunft.

Eine Frage zieht sich von Beginn an durch 130 Jahre Transporter-Geschichte: Wie sieht der Transporter von morgen aus? Transporter der Marke Mercedes-Benz sind aus dem Versuch entstanden, diese Frage immer wieder neu zu beantworten – mit jedem Modell, jeder Generation, jeder technischen Neuerung. Die Antwort von heute heißt „neue Van-Architektur“: eine gemeinsame Plattform für alle kommenden Modelle, elektrisch wie konventionell, vernetzt und konsequent auf die Bedürfnisse gewerblicher wie privater Kunden ausgerichtet. Mit der Vorstellung des VLE als elektrischer Großraumlimousine hat diese Vision bereits Gestalt angenommen. Hier lässt sich erleben, dass der Pioniergeist von 1896 noch immer die treibende Kraft ist. 
Die Enthüllung des neuen Mercedes-Benz VLE mit aktivierten Scheinwerfern

Mehr Lust auf Automobil-Geschichte?

Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart können Sie Mercedes-Benz Youngtimer und Oldtimer unmittelbar entdecken.

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